Henry hatte seine Mutter zum Essen in seine Zweier-WG eingeladen.
Während des Essens stellte seine Mutter fest, wie schön seine Mit-
bewohnerin eigentlich ist. Schon seit längerem spielte Sie mit dem
Gedanken, dass die beiden eine Beziehung haben könnten und
das machte Sie unsicher.
Während des Abends, als Sie die beiden beobachtete, begann
Sie sich zu fragen, ob da wirklich mehr vorhanden war, zwischen
Henry und seiner Mitbewohnerin, als das normale Auge zu sehen
bekam. Ihre Gedanken lesend, sagte Henry: „Ich weiß was Du
denkst, aber ich versichere Dir, dass wir nur miteinander wohnen.“
Etwa eine Woche später, sagte Julie zu Henry: „Seit Deine Mut-
ter bei uns zum Essen war, kann ich meine silberne Saucenschale
nicht mehr fnden.“ Henry antwortete ihr: „Nun, ich glaube kaum,
dass Sie sie mitgenommen hat, aber ich werde Ihr schreiben.“
So setzte er sich hin und schrieb: „ Liebe Mutter, ich sage nicht,
Du hast die Saucenschale mitgenommen, ich sage auch nicht,
du hast sie nicht mitgenommen. Aber der Punkt ist, dass seit Du
bei uns zum Essen warst, fehlt eben die Saucenschale. In Liebe,
Henry.“
Mehrere Tage später erhielt Henry einen Brief von seiner Mutter,
in welchem stand: „Lieber Henry, ich sage nicht, dass du mit Julie
schläfst, ich sage auch nicht, dass Du nicht mit ihr schläfst. Aber
der Punkt ist, wenn sie in ihrem eigenen Bett geschlafen hätte, hät-
te sie die Saucenschale schon längst gefunden.
In Liebe, Mom.“